Entscheidungsgrundlagen bei PV-Anlagen

Garantierte Ertragswerte

 

Die Ertragswerte berechnen sich anhand der Leistung der Anlage in kWp multipliziert mit dem Sonneneinstrahlungswert am Standort unter Berücksichtigung der Neigung und der Ausrichtung.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die nachfolgenden Werte für alle Unternehmer bzw. PV-Anlagen identisch sind:

             Sonnenscheindauer in Stunden

             Die Intensität der Sonneneinstrahlung

             Ausrichtung der Anlagen

             Neigung der Anlage

 

 

Ist ein Vergleich der garantierten Ertragswerte unter diesen Umständen sinnvoll?

 

Sicherlich ist eine Überprüfung der effektiven Erträge ratsam!

 

 

Aufbau und Erklärung eines Silizium-Moduls

 

Die Waver*1 werden mittels Lötbänder elektrisch verbunden. Anschliessend werden diese auf eine Folie gelegt und mit einer Glasscheibe (3-4mm) abgedeckt (siehe auch unter www.entec-ruchti.ch). Wie jedem Fachmann bekannt, bricht jede Lötstelle, wenn man sie genügend lange bewegt. Dies ist auch in der PV-Branche bekannt, wird jedoch totgeschwiegen. Die natürlichen Bewegungen der Lötstellen entstehen u.a. durch die vom Wind verursachten Druck- und Zuglasten. Enthält ein Modul eine oder mehrere defekte Lötstellen, funktioniert der gesamte String im Modul nicht mehr und die Gesamtleistung der Modulstrings passt sich dem schlechtesten Modul an. Folglich entsteht eine Ertragsminderung.

Da der Hersteller jedoch eine Leistungsgarantie von 90% während 10 Jahren bzw. 80% während 20 Jahren abgibt, geht man davon aus, dass der fehlende Ertrag ersetzt wird bzw. die defekten Module ersetzt werden. Wie aus den Garantiebedingungen jedoch ersichtlich, ist dies bei den meisten Herstellern nicht der Fall.

 

 

Garantiebedingungen

 

Diese Leistungsgarantie deckt ausschliesslich Leistungsminderungen ab, die aufgrund von Zelldegradation entstehen (defekter Waver).

 

Dieser Satz findet sich in vielen Garantiebestimmungen der Hersteller. Dies bedeutet, dass die gesamten Garantieleistungen sich ausschliesslich auf den Waver beziehen. Alles andere, insbesondere die Lötstellen sind ausgeschlossen. Somit muss davon ausgegangen werden, dass sämtliche defekten Module spätestens nach dem 5. Jahr*2 nicht kostenlos ersetzt werden.

 

 

Leistungsminderungen, die infolge von Material- oder Verarbeitungsfehlern entstehen, werden nicht ersetzt.

 

Auch dieser Satz ist in vielen Garantiebedingungen zu lesen. Dies bedeutet, dass wenn der Hersteller ein fehlerhaftes Produkt herstellt, er keine Garantie übernimmt (ausgenommen, diejenige welche er gemäss SIA abgeben muss) und somit die fehlende Leistung nicht ersetzt wird.

 

Natürlich wäre dies alles kein Problem, wenn davon ausgegangen werden könnte, dass die Lebensdauer der Lötstellen 20 Jahre und mehr beträgt. Leider muss davon ausgegangen werden, dass jedes Modul innerhalb 20 Jahren 1x ersetzt werden muss.

 

Somit wird gezwungenermassen der Unternehmer vor Ort die vom Hersteller nicht abgedeckten Garantieleistungen erbringen müssen. Es fragt sich nur, ob sich dies eine Unternehmung leisten kann? Falls nicht, jedoch spätestens nach 5 Jahren wird der Eigentümer zur Kasse gebeten oder die Anlage erbringt nicht mehr die gewünschte Leistung.

 

Dies alles ist bei den CIS-Modulen von Würth Solar kein Thema, denn:

             CIS-Module haben keine Lötstellen

             Würth Solar übernimmt die Garantie auf das gesamte System

             Der Klimaschranktest ergab, die Module produzieren nach 60 Jahren noch über 90% der ursprünglichen Leistung.

 

 

 

*1 Waver = Zelle aus Silizium (praktisch nicht zerstörbar)

*2 Rügefrist für versteckte Mängel gemäss SIA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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